Radiosynorviothese

Die Behandlung entzündlicher Gelenkserkrankungen, die zu Lahmheit führen können, kann auch durch Anwendung ungefährlicher radioaktiver Substanzen erfolgen. Erfolg erzielt werden kann bei Vorliegen einer sogenannten Synovitis. Diese ist immer mit einem Gelenkserguss verbunden.

Bei Hunden mit einer Gelenkschwellung und einem nicht so hohen Arthrosegrad (I-II) haben auch sechs Monate nach der Behandlung 70 Prozent der Tiere deutlich weniger Beschwerden als zuvor, zeigen also eine geringere oder gar keine Lahmheit mehr (siehe Dissertation von Caroline Meyer, FU Berlin).

Nach einer Szintigraphie und Punktion des Gelenks erfolgt in leichtem Schlaf das Einspritzen in das betroffene Gelenk. Verwendet wird das Radiopharmakon Rhenium 186 in einer Dosis von 55MBq bis maximal 148 MBq, zusätzlich wird ein Kortisonpräparat injiziert. Die Hunde können nach der Behandlung sofort entlassen werden und erhalten nur für 24 Stunden einen kleinen Druckverband.


Ihr Ansprechpartner: Dr. med. Christian Franke, Facharzt für Nuklearmedizin, Telefon 040 5 29 89 40