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Augenheilkunde

Wir sorgen für den richtigen Durchblick

Die Augen sind ein wichtiges Sinnesorgan unserer Haustiere. Schmerzen oder gar Funktionsverlust stellen meist eine erhebliche Minderung der Lebensqualität dar. Auch anfänglich harmlos erscheinende Veränderungen an einem oder an beiden Augen können der Beginn einer schwerwiegenden Funktionsstörung sein. Unsere Ziele sind eine frühzeitige Diagnostik und eine qualifizierte Therapie. So werden vorhandene Erkrankungen erkannt und spezifisch behandelt und damit Schmerzen und Langzeitschäden verhindert.

  • Augenuntersuchung
  • Weitere Untersuchungen
  • Therapie
  • Augensalbe/-tropfen

Augenuntersuchung

Die  Augenuntersuchung beginnt mit einer Betrachtung beider Augen und der Überprüfung verschiedener Reflexe und des Sehvermögens. Für manche der weiteren Untersuchungen ist eine Lokalanästhesie des Auges nötig. Die örtliche Betäubung der Bindehaut und Hornhaut wird durch Augentropfen erreicht, die bereits nach wenigen Sekunden ihre Wirkung entfalten. 

In Lokalanästhesie kann das dritte Augenlid vorgelagert und genau untersucht werden. Dies ist vor allem bei der Suche nach pflanzlichen Fremdkörpern von Bedeutung. Aber auch bei der Gonioskopie, Sonographie und Tonometrie wird das Auge zuvor lokal betäubt. Will man die hinteren Augenabschnitte (Linse, Glaskörper, Netzhaut) betrachten, muss die Pupille weitgestellt werden. Dies erfolgt mit Augentropfen, die nach 15 bis 20 Minuten wirken und die Pupille erweitern.
 

Spaltlampenuntersuchung

Bei der mikroskopischen Untersuchung des vorderen Auges werden in einem abgedunkelten Raum die Lider, die Bindehaut und die vorderen Augenabschnitte untersucht. Aber auch die Linse und der Glaskörper können nach Weitstellung der Pupille untersucht werden. Dabei dient die Spaltlampe als Mikroskop. Viele Erkrankungen wie z.B. bestimmte Hornhautentzündungen oder der graue Star (Katarakt) können nur mithilfe der Spaltlampenuntersuchung diagnostiziert werden.

Tonometrie

Der Augeninnendruck von Hund und Katze wird im Rahmen der Augenuntersuchung mit einem speziellen Druckmessgerät (TonoVet) gemessen. Ein zu hoher oder zu niedriger Druck ist ein wichtiges Symptom in der Diagnostik von Augenerkrankungen. Um einen grünen Star zu diagnostizieren oder die Therapie des grünen Stars zu kontrollieren, ist eine Tonometrie unerlässlich. 

Ophthalmoskopie

Mit der indirekten Ophthalmoskopie (Spiegelung) wird der Augenhintergrund (Netzhaut mit der Sehnervenpapille) untersucht. Dazu wird ein spezielles Ophthalmoskop mit verschiedene Lupen verwendet. 

Fluoreszeintest

Besteht der Verdacht einer Schädigung oder Verletzung der Hornhaut, kann ein Fluoreszeintest hilfreich sein. Der Farbstoff Fluoreszein wird dabei in Kontakt mit der Hornhaut gebracht und färbt sie dort an, wo die Oberfläche nicht intakt oder uneben ist. Mit Hilfe von Blaulicht und der Spaltlampe wird die betreffende Stelle dann genau untersucht.

Schirmer Tränentest

Die Tränenproduktion kann mit speziellen Papierstreifen überprüft werden. So kann ein trockenes Auge erkannt werden. Die Teststreifen werden in das Unterlid eingehängt und nehmen die gebildete Tränenmenge auf. Auf der Skala kann dann der erreichte Wert abgelesen werden. 

Gonioskopie 

Die Untersuchung des Kammerwinkels ist eine Untersuchung zur Diagnose eines grünen Stars. Auch bei Rassen, die eine Veranlagung zum Glaukom haben (z.B. der Basset, der Sibirian Husky oder der Amerikanische Cocker Spaniel) wird sie häufig einsetzt . Dazu wird in Lokalanästhesie eine spezielle Linse auf das Auge gesetzt, die eine Untersuchung des Kammerwinkels ermöglicht.

Tränenwegsdarstellung

Die Tränenwege werden darauf untersucht, ob sie durchgängig sind. Unter Lokalanästhesie wird ein Tränenpunkt sondiert und Flüssigkeit hineingegeben. Sind die Tränenwege frei, tritt die Flüssigkeit aus der Nase aus. Diese Untersuchung hilft dabei, Entzündungen und Fremdkörper im Tränennasengang zu diagnostizieren.

Weitere Untersuchungen

Blutdruckmessung

Bluthochdruck kann am Auge zu schweren Veränderungen führen, die nicht selten vor allem bei älteren Katzen zur Erblindung führen. Deshalb wird bei diesem Patienten eine Blutdruckmessung durchgeführt. Bei auffälligen Werten kann ein Herzultraschall als weiterführende Untersuchung nötig sein.


Computertomographie/Kernspintomographie

Bei einigen Fällen muss eine weiterführende bildgebende Diagnostik (CT/MRT) erfolgen, um die Weichteilstrukturen hinter dem Auge darzustellen. So können vor allem Tumore der Sehnerven und des zentralen Nervensystems mit der Kernspintomographie diagnostiziert werden.


Sonographie

Die Ultraschalluntersuchung am Auge wird durchgeführt, wenn beispielsweise durch eine Trübung der Hornhaut der Einblick in das Auge nicht mehr möglich ist und ein Tumor, eine Linsenluxation oder eine Netzhautablösung ausgeschlossen werden sollen.

Therapie

Konservative Therapie von Augenerkrankungen

Eine konservative Therapie von Augenerkrankungen besteht bei Hunden und Katzen in der lokalen Behandlung mit Augensalben und Augentropfen. Salben haben gegenüber Augentropfen einige Vorteile. Augensalbe ist zumeist besser zu dosieren, verbleibt länger im Auge, und es ist leicht zu erkennen, ob das Präparat auch wirklich korrekt eingegeben wurde. Allerdings kann durch die Schlierenbildung nach Salbengabe das Sehen beeinträchtigt sein . Da die meisten Augenpräparate aus der Humanmedizin entstammen, sind viele nur in Tropfenform verfügbar.
 

Chirurgische Therapie von Augenerkrankungen

  • Lidchirurgie (Entropium, Ektropium, Makroblepharon, Ankyloblepharon)
  • Nickhautdrüsenvorfall, Nickhautknorpelfehlbildung
  • Tränenabflussstörungen
  • Nickhautschürze, Tarsorrhaphie
  • Distichiasis, Trichiasis
  • Bulbusextirpation

Augensalbe/-tropfen

Wie verabreiche ich Augensalben und Augentropfen?

Setzen Sie Ihr Tier vor sich, mit dem Rücken zu Ihnen. Kleinere Hunde, Katzen und Heimtiere am besten auf den Schoß oder Tisch. Es kann auch hilfreich sein anfangs vorsorglich eine Maulschlinge anzulegen oder kleinere Tiere in ein Handtuch zu wickeln

Mit einer Hand fixieren Sie den Kopf, so dass Ihr Tier nach oben schaut und spreizen die Augenlider des betroffenen Auges. Mit der anderen Hand applizieren Sie die Augensalbe  oder -tropfen. Dabei sollte diese Hand auch immer Kontakt mit dem Kopf des Tieres halten, damit bei Abwehrbewegungen das Auge durch die Tuben-/Flaschenspitze nicht verletzt wird. Es genügt wenn das Medikament zwischen Ober- und Unterlid gelangt, es muss nicht unbedingt wie beim Menschen in den Bindehautsack gegeben werden.

Versuchen Sie nicht Ihr Tier zu überraschen. Etablieren Sie eine bewusste Medikamenteneingabe, die Sie mit etwas Positivem verbinden (Streicheleinheiten, Leckerli, etc.).

Sollten die Augen stark verklebt sein, ist es sinnvoll die Augen vorher zu reinigen. Am besten nehmen Sie dazu physiologische Kochsalzlösung oder Leitungswasser. Nehmen Sie bitte keinen Tee oder Kamillelösungen, da es die Augen reizen kann.

Achten Sie darauf, dass die Öffnung der Tube oder Flasche nicht in Kontakt mit der Haut oder den Haaren des Patienten oder den eigenen Fingern kommt. Das Haltbarkeitsdatum der Medikamente nach Anbruch ist einzuhalten, in der Regel sind das 4 Wochen. Beachten Sie auch entsprechende Lagerungshinweise. Aus hygienischen Gründen sollte man eine Tube/Flasche immer nur für ein Tier verwenden.

Unsere Spezialistin für Augenheilkunde

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