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Dermatologie

Untersuchung mit Haut und Haar


Immer mehr Haustiere werden in jüngster Zeit wegen Hauterkrankungen beim Tierarzt vorgestellt. Außer Erkrankungen der Haut / des Felles schließt die Dermatologie in der Tiermedizin auch Erkrankungen der Krallen und Ohren mit ein. Die Dermatologie ist ein sehr komplexer Bereich, denn Hauterkrankungen können oftmals ein Symptom einer nicht-dermatologischen Grunderkrankung sein (zum Beispiel hormonelle oder internistische Erkrankungen). Dabei ist es in unserer Klinik von großem Vorteil, dass wir für jeden Bereich über Spezialisten verfügen und kompliziertere Fälle im Team bearbeiten.

Leider lassen sich nicht alle Hautfälle gleich beim ersten Besuch lösen. Gerade in schwierigen Fällen sollten Sie damit rechnen, dass zwei oder drei Besuche erforderlich sein werden. Wenn sie von ihrem Haustierarzt überwiesen wurden, bekommt dieser einen ausführlichen Bericht und Behandlungsplan. So kann er die weitere Behandlung – gern auch in Zusammenarbeit mit uns – übernehmen.

Erstuntersuchung

Nach einer ausführlichen Anamnese und der allgemeinen Untersuchung werden zunächst Haut, Fell, mukokutane Übergänge, Schleimhäute, Krallen und Ohren gründlich mittels Adspektion und Otoskopie untersucht.

Weiterführende Dermatologische Untersuchungsmethoden sind:

  • Flohkammprobe
  • Oberflächliches und tiefes Hautgeschabsel 
  • Trichogramm
  • Abklatsch-, Tesafilm- und Ohrtupferpräparate
  • Feinnadelaspiration
  • Untersuchung mit der Wood'schen Lampe
  • Pilzkultur
  • Entnahme von Hautbiopsien
  • Videotoskopie
  • Blutuntersuchungen
  • Allergietests


Flohkamm, Hautgeschabsel, Trichogramm

Viele Parasiten können das Wohlbefinden unserer Haustiere stark beeinträchtigen. Darüber hinaus sind sie eine potentielle Infektionsquelle für den Menschen. Je nachdem welcher Parasit gesucht wird, werden unterschiedliche Untersuchungstechniken eingesetzt.


Zytologische Untersuchung (Ohrabstrich, Hautabstrich, Feinnadelaspiration)

Die Zytologische Untersuchung hat in der Dermatologie einen hohen diagnostischen Wert. Mit speziellen Färbeverfahren können wir die Präparate sofort untersuchen. Dadurch können wir bereits bei der Erstuntersuchung die möglichen Ursachen für eine Hauterkrankung eingrenzen, ohne Laborwerte abwarten zu müssen. So können wir beispielsweise erkennen, welche Erreger (zum Beispiel Bakterien, Hefepilze) an einer Entzündungsreaktion beteiligt sind, aber auch tumoröse Hauterkrankungen können damit erkannt werden. 


Wood'sche Lampe

Die Wood'sche Lampe ist ein Schwarzlicht mit einer bestimmten Wellenlänge. Durch dieses Licht können die Stoffwechselprodukte des häufigsten Haarpilzes von Hund und Katze (Microsporum canis) nachgewiesen werden. Befallene Haare zeigen eine typische Fluoreszenz.


Hautbiopsie 

Einige Hauterkrankungen sind nur mittels einer Gewebeuntersuchung zu diagnostizieren. Dies ist bei den meisten Autoimmunerkrankungen und tumorösen Hauterkrankungen ohne eindeutige zytologische Zuordnung der Fall.

Biopsie ist nicht gleich Biopsie. Wichtig für den höchstmöglichen Informationsgehalt, der aus der Probe gewonnen werden kann, ist außer der Entnahme an der richtigen Stelle die Wahl eines kompetenten Labors. Wir arbeiten mit Pathologen in der Schweiz zusammen, die ausschließlich dermatologische Proben untersuchen.


Allergietests

Allergische Reaktionen können unter anderem durch Aufnahme von Aero-Allergenen, wie Pollen, Hausstaub und Hausstaubmilben, aber auch durch Futtermittelunverträglichkeiten hervorgerufen werden. Kontaktallergien bei Hund und Katze sind dagegen eher selten.

Eine Futtermittelallergie muss mittels einer Ausschlussdiät abgeklärt werden. Da Hunde meist bereits eine Vielzahl von Futtermittelkomponenten gefressen haben, kann die Auswahl von bisher unbekannten Protein- oder Kohlenhydratquellen sehr langwierig und mühsam sein. Wir beraten Sie bei der Wahl einer kommerziellen Diät oder geben Ihnen Rezepte, um selbstgekochte Diäten zuzubereiten.

Über die serologische Untersuchung oder einen Intrakutantest kann ein Allergietest auf Umweltallergene (zum Beispiel Hausstaubmilben, Pollen, Schimmelpilze) durchgeführt werden. Anschließend kann für jeden Patienten eine individuelle Desensibilisierungslösung zusammengestellt werden. Neben verschiedenen symptomatischen medikamentösen Therapien ist eine Desensibilisierung die einzige ursächliche Therapie zur Behandlung der Umweltallergie bei Hund und Katze.

In folgenden Fällen kann es nötig sein, Proben unserer Patienten an Fremdlabore zu schicken:

  • Besondere Blut-/Urinuntersuchungen 
  • Bakterienkultur und Antibiogramm
  • histopathologische Untersuchung von Hautbiopsien
     
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